In den letzten Jahren hielt die neumodische Sportart Softball Einzug in die deutschen Sportvereine. Das Spiel erinnert sehr stark an das klassische Baseballspiel, doch worin unterscheidet sich diese neue Sportart denn nun genau vom Baseball?

Man könnte meinen, dass beim Softball ein weicher Ball verwendet werden würde – der Name lässt definitiv hierauf schließen. Ursprünglich wurde das Spiel auch mit einem viel weicheren Ball gespielt als das “echte” Baseballspiel. Daher rührt also auch der Name. Allerdings muss angemerkt werden, dass der Ball, der heutzutage bei dieser Sportart verwendet wird, keineswegs weich ist. Mittlerweile unterscheidet sich der Softball-Ball vor allem hinsichtlich seiner Größe von seinem großen Bruder. Der Ball, der beim Softball zum Einsatz kommt, ist um einiges größer. Das Spielfeld ist zudem viel kleiner und auch der Schläger unterscheidet sich in Form und Feeling vom regulären Baseball-Schläger. Insgesamt wird das Spiel durch diese Faktoren zu einem schnelleren Ablauf gebracht. Der größere Ball und die besondere Wurftechnik, welche hier verwendet werden muss, machen es zudem leichter, das Objekt überhaupt zu treffen.

Vor allem bei Frauen hat diese Variante des Baseballs hohen Anklang gefunden, sodass diese sogar über organisierte Verbände und Ligen verfügen. Männer können diesen Sport in Deutschland bisher lediglich hobbymäßig durchführen. Bei Männern ist, vermutlich schon alleine aus diesem Grund, das traditionelle Baseball weiterhin die beliebtere Form der Ballspielart.

Softball ist zudem nicht gleich Softball und es wird zwischen zwei Varianten unterschieden. Zum einen gibt es Slowpitch-Version und zum anderen die Fastpitch-Version. Bei der Variante des Slowpitch ist eine bestimmte Flugbahn vorgeschrieben, welche zwangsläufig zu einem langsameren Wurf führt. Für die Variante des Fastpitch gibt es keinerlei solche Regelung, so dass auch bezüglich der Geschwindigkeit keine Drosselung vorgegeben ist.

Es ist davon auszugehen, dass Softball in den kommenden Jahren weiterhin an Beliebtheit gewinnt. Frauen haben die Sportart bereits in ihr Herz geschlossen – wie dies bei den Männern sein wird, bleibt abzuwarten.