Softball, nach Olympia und zurück

Im Jahr 1996 wurde Softball erstmals in das olympische Frauenprogramm aufgenommen und feierte somit bei den Olympischen Sommerspielen in Atlanta seine Premiere. Doch die Softball-Fans haben sich zu früh gefreut. Nach Atlanta war Softball nur noch vier weitere Male Teil der Olympischen Spiele. Bereits im Jahr 2012, bei den Olympischen Spielen in London, wurde es wieder aus dem Programm genommen. Neben Polo, dem im Jahr 1936 der Status der Olympischen Spiele aberkannt wurde, ist Softball bisher die einzige Sportart in den Sommerspielen, die aus Olympia wieder verschwinden musste.

Softball ist vor allem in den USA sehr beliebt. So ist es auch nicht verwunderlich, dass bei den ausgetragenen Olympischen Wettbewerben meist die Amerikanerinnen die Nasen vorne hatten und die Goldmedaillen in den ersten drei Austragungsjahren in die USA holten. Erst bei den Olympischen Sommerspielen in Peking, im Jahr 2008, wurden sie im Finale von den Japanerinnen geschlagen. Auch die Australierinnen gewannen bei allen Olympischen Wettbewerben im Softball Medaillen. Die deutschen Softball-Damen schafften es leider nie, sich für Olympia zu qualifizieren.

Softball entwickelte sich aus dem Hallen-Baseball, warum es in Amerika früher auch “Ladies Baseball” genannt wurde, obwohl es auch von Männern gespielt wird. Hallen-Baseball wurde im Jahr 1887 in Chicago erfunden.

Eine Softball-Mannschaft setzt sich aus neun Spielerinnen zusammen. Aufgrund des Ursprungs sind die Regeln sehr ähnlich wie jene beim Baseball. Dauert ein Baseballmatch neun Durchgänge, sind es beim Softball nur sieben. Softball ist bei Frauen sehr beliebt, weil es viel defensiver gespielt wird als Baseball und man daher auch keine besonders schwere Ausrüstung braucht. Das Softball-Feld ist um einiges kleiner als ein Baseball-Feld. Der Ball ist wesentlich größer und auch schwerer, er hat einen Umfang von 30,4 Zentimetern und wiegt 180 Gramm.

Softball ermöglicht den Sportlerinnen, körperliche Schwächen wie beispielsweise einen etwas langsameren Laufstil dadurch wettzumachen, dass man den Ball sehr weit schlägt.